Windräder für Berglen und Remshalden
Die Gemeinden Berglen und Remshalden sind gemäß ihren Beschlüssen vom 28.04. bzw. 04.05.26 grundsätzlich bereit, Flächen für Windenergieanlagen im Windvorranggebiet RM26 zur Verfügung zu stellen.
Wir als Bürgerenergiegenossenschaft Buocher Berg - Oberholz eG i.G. möchten im Windvorranggebiet RM26 zwei Windräder bauen und als Bürgerenergieanlagen betreiben.
Daher bewerben wir uns bei den Gemeinden um Pachtverträge für die entsprechenden Flächen.
Infoveranstaltungen am 12. und 13. Juni 2026
Am 12./13.6.26 hatten die Bürger der Gemeinden Rohrbronn, Steinach, Reichenbach, Hösslinswart, Buoch und andere Interessierte die Gelegenheit, sich zum Thema möglicher Windenergieanlagen (WEA) im Gebiet Buocher Berg/Oberholz zu informieren. Ca. 150 Leute kamen in die Halle des KTSV Hösslinswart - gefühlt mehr Kritiker als Windkraftbefürworter. Unter Moderation durch Frau Freitag vom Forum Energiedialog Baden-Württemberg kamen zunächst die beiden Bürgermeister Herr Niederberger und Herr Molt zu Wort, die grundsätzlich einer Nutzung der Flächen durch Windenergie positiv gegenüber stehen. Dabei ging es erstmal um Fakten: nämlich dass die Gemeinderäte von Remshalden und Berglen lediglich grundsätzlich einer möglichen Verpachtung der Grundstücke auf dem Höhenrücken zwischen Buoch und Hösslinswart zugestimmt haben, damit dort im sogenannten Windvorranggebiet RM26 bestenfalls 2 Windenergieanlagen errichtet werden können - sofern die entsprechenden Rahmenbedingungen erfüllt sind. Die Gemeinden selbst müssen nicht in die WEA investieren, sondern es geht um Wertschöpfung vor Ort sowie Pacht- und Gewerbesteuereinnahmen. Die Ausweisung des Windvorranggebiets RM26 trägt dazu bei, die Vorgabe des Gesetzgebers - 1,8 % der Landesfläche für Windkraft bereitzustellen - umzusetzen.
Anschließend kamen Vertreter der BEG bbo zu Wort, die sich um Pachtverträge für die entsprechenden Flächen bewirbt. Das Projekt steht noch ganz am Anfang und umfangreiche Gutachten und Prüfungen von Fachleuten und Behörden sind erforderlich, um abzuklären, ob dieses für Mensch und Natur verträglich und umsetzbar ist. Unbestritten ist, dass der Bau der WEA einen Eingriff in die Natur darstellt und vor allem für die Anwohner gewöhnungsbedürftig ist!
Die größten Bedenken der Bürger liegen in der "Optik" der Windräder und der damit gefühlt verbundenen Wertminderung des Naherholungsgebiets sowie einem befürchteten Wertverlustes der Immobilien. Auch Infraschall und den Erfahrungen mit den WEA am Goldboden ("nur 20 % der Zeit in Betrieb") sowie Lärmbelästigung in Baiereck kamen zur Sprache. Ein solches Brummen durch die Getriebe ist hier nahezu auszuschließen, da es sich beim anvisierten Projekt um einen getriebelosen Windradtyp handelt.
Raphael Mack von der bbo stellte sich bei der anschließenden Begehung im Wald den Fragen der Bürger über Größe der Windräder, nötige Rodungen und Wegearbeiten für die WEA, gefühlte "Zerstörung" von kostbarem Naherholungsgebiet, möglichem Baubeginn und Zeitpunkt der Inbetriebnahme sowie Finanzierung und Profitgedanken der Geossenschaft. Die Frage, warum gerade hier 2 WEA in einem doch eher windschwachen Gebiet entstehen sollen, trieb viele um, aber es kann laut R. Mack auch nicht als fair angesehen werden, dass hier benötigter Strom andernorts durch WEA produziert wird…
Die Befürchtung, dass bei Stromüberschuss die Windräder abgeschaltet werden müssen, konnte durch Herrn Dr. Briegel vom Remstalwerk entschärft werden, das Netz hier sei noch nicht ausgelastet und könne den Strom problemlos aufnehmen. Auch die Bedenken gegenüber der fachlichen Kompetenz der bbo waren ein Thema und konnten durch die berufliche Erfahrung von Herrn Mack und die Tatsache, dass unterstützende Beratung durch erfahrene Projektierer wie der Deutschen WindGuard hinzugezogen wurden, ausgeräumt werden.
Zurück in der Halle wurde an Ständen von BUND und NABU, Klimaschutz- und Energie Agentur BW sowie der bbo weiter diskutiert und die Besucher konnten sich ausführlich über die Details der Planung und die Beteiligungsmöglichkeiten informieren.
Am Samstag bestand die Möglichkeit, sich an 6 verschiedenen Standorten mittels Visualisierung auf Tablets einen optischen Eindruck zu verschaffen, wie die Windräder aus unterschiedlichen Perspektiven wirken. Dies wurde mancherorts nur von wenigen Bürgern wahrgenommen, teils kamen bis zu 50 Interessierte.
Insgesamt waren die Veranstaltungen an den beiden Tagen eine gelungende Gelegenheit sich zu informieren, Bedenken zu äußern und offene Fragen zu beantworten.
Reges Interesse an Informationen bei den Veranstaltungen am 12. und 13. Juni 2026
Bei den Infoveranstaltungen am 12. und 13. Juni 26 wurden von den Bürgern einige Fragen an uns gestellt.
Erste Informationen zum Projekt sind nun in der neuen Rubrik “Projekt ” zu finden.
Unter der Rubrik “Windkraft” haben wir den Punkt “Bürgerfragen” angefügt und die ersten Themen aufgenommen.
Weitere Themen werden folgen.